Was braucht es an Material um Bienen zu halten?

Ich habe hier mal versucht aufzuschreiben, was man so als Imker braucht. Nicht alles braucht man sofort und auch nicht im gleichen Jahr. Wenn man am Anfang der Bienensaison mit dem Völkern startet, dann braucht man noch nicht sofort die Honiggläser oder Oxalsäure. Vieles lässt sich über den Verein regeln. Also gemeinsam behandeln, oder beim Paten mitschleudern, etc. …

Wie bei jedem Hobby – Grenzen nach oben gibt es fast nicht und ein Spruch besagt, dass man Imkern fast alles verkaufen kann.
Viele Alt-Imker drücken ihren Schülern auch gerne das alte Zeugs auf Auge. Davon sollte man Abstand nehmen und besser neu kaufen – meine Devise. Was ein wichtiger Punkt ist:  man braucht Platz! Zum Lagern der diversen Utensilien. Anfänger sollten etwa mit Kosten von 2000.- Euro rechnen, dann hat man aber auch schon gutes Material und soweit alles zusammen. Imkerverein / Versicherung fallen zwar jährlich an, sind aber meisten weniger als 10.- Euro im Monat.

 

Material zur Bewirtschaftung:

  • Beute für die Bienen inkl. weiterer Zargen für die Volkserweiterung sowie für die Ableger. (Man kauft in der Regel den Beutentyp, den der Pate hat, bzw. von dem man die Bienen kaufen möchte. Sonst hat man hinterher Probleme die gekaufen Bienen in die Beute zu bekommen, wenn man ein anderes Rähmchenmaß verwendet!)
  • dazu geeignete Farbe, Abdeckfolien oder Abdeckgaze
  • etwas wo man die Völker draufstellen kann. Die Völker stellt man gerne 30 cm über dem Boden auf. Besser für die Bienen & besser für den eigenen Rücken 😉 Mancher nimmt Europaletten, Stein oder Böcke.
  • Rähmchen in ausreichender Anzahl
  • Mittelwände von guter Qualität
  • Absperrgitter je Volk 1x
  • Bienenflucht je Volk 1x
  • Stockmeißel
  • Stichschutz, Handschuhe
  • Smoker und Rauchmittel
  • Besen zum Abfegen der Bienen
  • Taschenlampe
  • Pinzette
  • Abfangklipp
  • Helpic (Soforthilfe nach Insektenstichen Tropfflasche mit 5 ml) Wenn man eisenhart ist braucht man das nicht, aber ich nehme es und es hilft sehr gut 😉 .
  • Verdunster für Ameisensäure (Nassenheider), je Volk 1x
  • Wabendrahtspanner
  • Gerät zum Einlöten der Mittelwände
  • Säureschutz – Schürze, Handschuhe, Brille und ev. Atemschutz
  • Dampfwachsschmelzer

 

Verbrauchsmaterial:

  • Ameisensäure 60%ig
  • Rähmchen – Man kann die auch länger verwenden, muss dann aber hin- und wieder mal was austauschen bzw. muss sie dann reinigen. M.E. nach lohnt das Reinigen nicht immer. Lieber ein paar neue kaufen, denn die Aufarbeitung braucht schon sehr viel Zeit und auch wieder Nägel, den richtigen Draht, Ölfaß oder großen Bottich zum Abkochen, 11kw Gasbrenner, Gasflsche etc …
  • Wachs – bis man seinen eigenen Wachskreislauf hat, dauert es u.U. sehr lange. Gutes Wachs kaufen!!! Die Waben brechen sonst zusammen, bzw. die Bienen sterben u.U. weil Parfin (Öl) verarbeitet wurde.
  • ggf. Milchsäure 15%ig
  • ggf. Oxalsäure

 

 

Honiggewinnung & Verarbeitung

  • Honigschleuder – kann man im ersten Jahr meistens bei seinem Paten nutzen – das Problem ist aber, dass immer alle zur gleichen Zeit schleudern und man kann auch nicht unendlich warten.
  • div. Honigeimer oder Lagergefäße aus Kunststoff oder Metall
  • Entdeckelungsgeschirr
  • Honiggläser und Ettikett. Nimmt man die D.I.B. Ettiketten muß man sich rechtzeitig um die Bestellung kümmern. Auch sind Gläser zum Abfüllzeitpunkt manchmal ausverkauft
  • Gerät um den Honig aufzutauen / verflüssigen, wie z.B. den Honigmeister
  • Fusselfreie Handtücher (Sind im Großhandel günstig zu bekommen und sehr empfehlenswert)
  • Kuchenspatel um die oberste Schicht vom Honig abschöpfen zu können (1 Tag nach dem Schleudern)
  • mind. 3 Siebe

UND natürlich braucht man i.d.R. mind. zwei Völker und gute Laune!

.. zu vervollständigen …

 

  • Scheibenhonig