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24_Das Jahr 2018 geht allmählich zu Ende.

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Rückblick auf 2018

Ups!

Ist es schon wieder so weit? Das Jahr geht langsam zu Ende.

Was für ein Jahr! Das Jahr 2018 war voller Höhen und Tiefen und für so machen Landwirt bestimmt auch voller Untiefen. Es fing 2017 an, als im Herbst die Rapssaat ertrunken ist. Große Flächen standen unter Wasser und machen dem Raps den Garaus. Schon da konnte man sich als Imker denken, dass es mit der Rapstracht wohl nicht so gut werden würde. Dennoch kam die Völker gut aus dem Winter heraus und kamen gleich ihrer – für uns so wichtigen – Sammelleidenschaft nach. Meine Wirtschaftsvölker wanderten dieses Mal erst gegen Ende April in den Raps da ich dieses Jahr mal wieder zum Urlaub machen in Tokio war. Dann wurde es heiß und heißer und die Trockenheit hielt an. Die Saat lief noch einigermaßen auf aus und dann kam nach ca. drei Wochen das Ende. Alles war vertrocknet, der Raps war tot. Nicht mal die Blüten die sonst von unten nachgeschoben werden waren noch da. 2017 war es ganz ähnlich. Da gab es einen riesigen Sturm über Holstein und pustetet den Pflanzen die Blüten weg. ABER, die super fleißigen Bienen hatten da schon ihre Arbeit verrichtet und ich hatte wieder 25kg im Schnitt in der Kiste. Das ist schon (für mich) voll okay.
Am 31.05.2018 hatte ich mein Einzelvolk auf der Kisdorfer Streuobstwiese abgeernetet. Die Wiese war voll mit Löwenzahn und die Flugbretter der Beuten waren voll mit Pollen von den kleinen „Transportern“, die sich etwas übernommen hatten. Gestern – am 15.11.2018 habe ich die Ernte in Gläser abgefüllt. 82 Gläser a´ 300 gr. sind es geworden. Den Honig hätte ich allerdings etwas mehr rühren müssen. Der ist leider von der Struktur her etwas zu körnig wie ich finde.

Dann ging es weiter in den Sommer.

Im Kisdorfer Wohld stand mal irgendwann der Bauer auf der Straße (kein Witz) und ich fragte was der da machte, als ich mit meinem Auto neben ihm anhielt. Er meinte: „Ich kucke zu, wie mir der Weizen verbrennt!“. Oh man…… , dünnste Halme, völlig ausgedürrt wogen sich im Wind. Kein schöner Anblick. Wenn man weiß, dass ein Bauer je nach Saat ~ 340.- Euro für einen 40 Kilo Sack bezahlt, dann kann man sich ausrechnen, wie viel der gemeine Landwirt an Geld jede Minute verliert. Wer kann da noch auf die Landwirte schimpfen? Die sind leider auch in ihren Strukturen gefangen.

Für den Bauern lief es nicht gut, für mich aber schon. So viel Sommerhonig wie dieses Jahr hatte ich noch nie! Der Durchschnitt lag bei 18,6 kg Honig / Volk. Kräftig im Geschmack mit tollem Aroma und dunkel im Aussehen. Eine Mischung aus Linden & Waldtracht. Dieses Jahr ist der Sommertrachthonig echt super! Jetzt will der Honig nur noch an den Mann gebracht werden.

Die Zucht …

… war dieses Jahr nicht so von Erfolg gekrönt. In 2017 wurden diverse Völker erstellt, die dann in Eutin in die Leistungsprüfung gingen. Ein Teil hatte still umgeweiselt, ein Teil war faul mit schlechter Entwicklung – kurz um, die Taugen nix. Letztlich habe ich noch ein Königin davon nach und die Eutiner haben glaube ich gar keine mehr davon. Der Rest ist über’n Jordan gegangen.. Von meinem einstigen Lieblingsvolk konnte ich noch ein paar Königin auf der Insel nachziehen und mit denen bin ich ganz zufrieden. In 2019 werde ich einmal alles komplett austauschen und wieder bei Null anfangen. Auch die Umstellung auf die einzarige Haltung von Wirtschaftsvölkern scheint mir doch auch etwas mehr Arbeit zu verursachen.

Ein Volk habe ich vermutlich bereits jetzt an die Varoa verloren. Das ärgert mich sehr, das es mir so noch nicht passiert war. Das war super in der Entwicklung und plötzlich war es weg. Vollständig wie vom Boden verschluckt weg. Ich schätze mal, dass die wegen der Varoa abgehauen sind. Behandelt wurden die alle gleich, aber man weiß ja auch nie, ob die Imker die nebendran stehen auch so behandeln. Ich vermute ehr nicht ….  Gerade die starken Völker sind es dann, die es umhaut.

Interessant war …

…die Sache jemanden ein Volk zu verkaufen. Ist ja nix besonderes, aber der besagte Imker wollte nur die Bienen und nix anderes. Der kam mit einem Schwarmfangkorb und dann wurden die Bienen da reingefegt. Er war Fan der Bienenkiste… Er rief dann später an, und war sehr begeistert von denen Bienen! Das freut mich natürlich, so sind die Vermehrungsbemühungen bei den Bienen nicht umsonst gewesen. Auch habe ich am Ende der Saison von einer anderen Imkerin noch positive Rückmeldung erhalten. Das freut mich. Die Brut- und Futterwaben des eben besagten Volks fand dann eine Heimstatt 30 Meter weiter links unter dem nächsten Ableger. Die verdeckelte Brut (~7 Waben) schlüpften rasch und machten das Volk mehr als stark.

Aussicht 2019

In 2019 wird es wieder spannend werden – so viel ist schon mal klar! Der Imkervein Kisdorf nimmt nun allmählich Gestalt an, die Zucht wird weiter gehen und wie das Wetter wird, weiß sowieso keiner. Ich muß sicherlich an meine gesamten Thema „züchten“ noch vieles ändern, aber ich freue mich auf die vor mir liegende Zeit schon sehr! Nun kommt noch der Weichnachtsmarkt 2018 in Kisdorf, wo ich eine Stand habe und dann ist Feierabend für dieses Jahr.

cheers,
lore